Eine Nachrichtensendung zeigt einen männlichen Moderator (links) und den Geschäftsführer der 3-core (rechts) im Splitscreen. Auf der rechten Seite inspizieren Arbeiter in orangefarbenen Westen ein Bahngleis. Ein deutscher Text informiert die Zuschauer über das Krisenmanagement und die öffentliche Sicherheit während einer Störung des Zugnetzes in Frankreich.

3-core im Interview mit Welt TV: Öffentliche Sicherheit unter Druck

Die öffentliche Sicherheit steht zunehmend unter Druck, weil sich die Bedrohungslage spürbar zuspitzt und Störungen immer komplexer werden. Gezielte Angriffe, Sabotage und Ausfälle technischer Systeme sind längst keine Ausnahmefälle mehr. Die Folgen reichen häufig über den eigenen Betrieb hinaus und wirken sich auf Versorgung, Mobilität und das Vertrauen aus. Im Interview bei WELT TV ordnet Stefan Erdweg, Geschäftsführer der 3-core GmbH, ein, warum Resilienz heute strategisch geführt werden muss und wie Sicherheitskonzepte, Business Continuity Management und Krisenmanagement dazu beitragen, handlungsfähig zu bleiben.

Systemausfälle mit Folgen für die öffentliche Sicherheit

Die Ereignisse in Frankreich haben gezeigt, wie verletzlich hochvernetzte Systeme sind. Die Brandanschläge auf das Bahnnetz hatten nicht nur operative Auswirkungen im Zugverkehr, sondern führten zu Verzögerungen, Umleitungen und Folgewirkungen entlang von Mobilität und Versorgung. Solche Vorfälle machen deutlich, dass öffentliche Sicherheit auch davon abhängt, wie gut kritische Prozesse abgesichert sind und wie schnell Organisationen an Schnittstellen handlungsfähig bleiben. Entscheidend ist deshalb eine Resilienzstrategie, die Prävention, Krisenorganisation und Wiederanlauf zusammenführt, statt einzelne Maßnahmen nebeneinander zu stellen.

Ein Mann im Anzug zeigt auf eine Präsentationsfolie mit dem Titel Beispiele für Sicherheitsmaßnahmen, auf der die Elemente eines Sicherheitskonzepts - technische, physische, organisatorische und personelle Sicherheitsmaßnahmen - mit entsprechenden Symbolen dargestellt sind.

Öffentliche Sicherheit betrifft Unternehmen

Öffentliche Sicherheit wird oft als Aufgabe von Behörden verstanden. In der Praxis hängt sie jedoch genauso davon ab, wie stabil Unternehmen ihre Leistungen erbringen und wie schnell sie Störungen beherrschen. Sobald Energie, Verkehr, IT, Produktion oder kommunale Versorgung betroffen sind, entstehen unmittelbare Auswirkungen für Kunden, Partner und häufig auch für ganze Lieferketten. Typische Konsequenzen in solchen Lagen sind Produktionsstillstände, Lieferverzögerungen, Ausfälle von Dienstleistungen, finanzielle Schäden und ein Vertrauensverlust, der sich nur langsam wieder aufbauen lässt. Öffentliche Sicherheit wird damit zur Frage, ob Organisationen Risiken realistisch einschätzen, sauber vorsorgen und im Ereignisfall strukturiert reagieren können.

Bedrohungen verstehen und systematisch absichern

In den Interviews wird deutlich, dass Unternehmen Störungen nicht isoliert betrachten sollten. Einzelne Schutzmaßnahmen wirken nur dann, wenn sie in ein Gesamtsystem eingebettet sind. Entscheidend ist, Schwachstellen früh zu erkennen, Verantwortlichkeiten zu klären und Maßnahmen so zu planen, dass sie im Alltag funktionieren und im Ernstfall nicht an Schnittstellen scheitern.

Drei Punkte zeigen sich in der Umsetzung besonders häufig als kritische Erfolgsfaktoren:

  1. Es braucht Klarheit darüber, welche Prozesse tatsächlich kritisch sind und welche Abhängigkeiten dahinterstehen
  2. Die Organisation muss im Vorfall entscheidungsfähig bleiben, auch wenn Informationen unvollständig sind und Zeitdruck entsteht.
  3. Wirksamkeit wird nur dann belastbar, wenn sie dokumentiert, überprüft und regelmäßig verbessert wird.

Bausteine für Resilienz im Sinne öffentlicher Sicherheit:

Physische Sicherheit als Grundlage der öffentlichen Sicherheit

Öffentliche Sicherheit beginnt an Standorten, Anlagen und kritischen Schnittstellen. Physische Sicherheit ist dann wirksam, wenn Schutzziele eindeutig definiert sind und Schutzmaßnahmen in Betrieb, Facility und Dienstleistersteuerung integriert werden. Dazu gehören klare Zutrittsregeln, Zonenlogik, Detektion und definierte Reaktionswege, die organisatorisch abgesichert sind.

Krisenmanagement für Lagebild, Entscheidungen und Kommunikation

Wenn Störungen eintreten, zählt nicht nur Tempo, sondern Führung und Struktur. Krisenmanagement sorgt dafür, dass ein gemeinsames Lagebild entsteht, Entscheidungen nachvollziehbar getroffen werden und Kommunikation nach innen und außen abgestimmt funktioniert. Gerade an Schnittstellen zwischen Betrieb, IT, Kommunikation, Dienstleistern und externen Stellen zeigt sich, ob Rollen, Freigaben und Eskalation greifen oder ob Zeit verloren geht. In solchen Momenten wird deutlich, wie gut öffentliche Sicherheit organisatorisch abgesichert ist.

Business Continuity Management für Notbetrieb und Wiederanlauf

Damit Leistungen nicht dauerhaft ausfallen, braucht es einen belastbaren Notbetrieb und einen strukturierten Wiederanlauf. Business Continuity Management übersetzt Risiken in konkrete Handlungsfähigkeit und legt fest, was weiterlaufen muss, welche Mindestleistungen möglich sind und wie der Wiederanlauf praktisch umgesetzt wird.

Nachweisfähigkeit wird zum festen Bestandteil von öffentlicher Sicherheit

Neben der tatsächlichen Wirksamkeit gewinnt die Nachweisbarkeit an Bedeutung. Organisationen müssen belegen können, wie Risiken bewertet, Maßnahmen priorisiert und Verbesserungen umgesetzt werden. Saubere Dokumentation, regelmäßige Reviews sowie Tests und Übungen machen Resilienz überprüfbar und weiterentwickelbar, was auch gegenüber Stakeholdern und Prüfinstanzen relevant ist. So wird öffentliche Sicherheit nicht nur geplant, sondern dauerhaft belastbar gemacht.

Wie wir als 3-core Unternehmen als Partner für öffentliche Sicherheit unterstützen

Wir begleiten Unternehmen als Umsetzungspartner dabei, Sicherheitskonzepte so aufzubauen, dass Prävention, Reaktion und Wiederanlauf ineinandergreifen und im Betrieb tatsächlich funktionieren. Dabei geht es nicht um Papierkonzepte, sondern um klare Zuständigkeiten, praktikable Prozesse und eine Nachweisfähigkeit, die von Anfang an mitgedacht wird. Gemeinsam entwickeln und implementieren wir integrierte Lösungen für physische Sicherheit, Krisenorganisation und Business Continuity Management, damit Unternehmen ihre Leistungen auch unter Störungen stabil erbringen und damit die öffentliche Sicherheit nachhaltig stärken.

Schritte zur öffentlichen Sicherheit

Öffentliche Sicherheit lässt sich in vernetzten Strukturen nicht mit Einzelmaßnahmen erreichen. Entscheidend ist, dass physische Sicherheit, klare Zuständigkeiten und belastbare Abläufe so zusammenspielen, dass sie im Alltag funktionieren und im Ereignisfall sofort greifen. Dafür haben sich in der Praxis diese Schritte bewährt:

  1. Kritische Standorte, Anlagen und Zugänge werden priorisiert, damit physische Sicherheit dort ansetzt, wo Ausfälle die größte Wirkung auf die öffentliche Sicherheit hätten.
  2. Schwachstellen der physischen Sicherheit werden vor Ort geprüft, damit Zutritte, Perimeter, technische Räume und Schnittstellen zu Dienstleistern nicht zum blinden Fleck werden.
  3. Zutritts- und Zufahrtsprozesse werden sauber geregelt, damit Berechtigungen, Besucher, Schlüsselmanagement und Fremdfirmen im Betrieb praktikabel bleiben.
  4. Detektion, Alarmierung und Eskalation werden klar definiert, damit ein physischer Vorfall schnell erkannt, bewertet und strukturiert bearbeitet wird.
  5. Notfall- und Wiederanlaufpläne werden mit Ressourcen hinterlegt, damit nach einer Störung nicht improvisiert werden muss und die öffentliche Sicherheit schneller stabilisiert wird.
  6. Tests und Übungen werden regelmäßig durchgeführt, damit Maßnahmen, Rollen und Abläufe im Ernstfall tatsächlich greifen.
Ein Mann mit Schutzhelm und Warnweste steht auf einem Betonblock und greift über einen hohen Metallzaun, der den Perimeterschutz zur öffentlichen Sicherheit eines blauen Industriegebäudes gewährleistet.

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