Eine Person, die einen weißen Schutzhelm und eine Warnweste trägt, überprüft im Freien einen grünen Metallzaun, der die Versorgungssicherheit gewährleistet. Im Hintergrund sind Industriegebäude und Grünanlagen zu sehen.

Versorgungssicherheit regional stärken durch physische Sicherheitsstandards

Ein regionaler Dienstleister wollte die Versorgungssicherheit seiner Liegenschaften einheitlich bewerten und verbessern, um Risiken standortübergreifend transparent zu machen. Ziel war ein klarer Überblick über den Status quo, ein belastbarer Soll-Standard und ein konkreter Maßnahmenplan zur nachhaltigen Erhöhung der Sicherheitsstandards, als wichtiger Baustein für die Versorgungssicherheit.

Warum ist Sicherheit für die Versorgung entscheidend?

Bei Versorgern wirken sich Notfälle nicht nur intern aus. Wenn Standorte, Technikflächen oder Übergabepunkte betroffen sind, kann das schnell direkte Folgen für die Aufrechterhaltung wichtiger Leistungen haben. Im Alltag müssen Energie, Wasser und weitere Versorgungsleistungen zuverlässig weiterlaufen, auch wenn einzelne Standorte unterschiedliche Ausgangslagen, Abläufe oder Sicherheitsniveaus haben. Eine einheitliches Sicherheitskonzept ist also wichtig um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Ausgangslage des Versorgers

Die Liegenschaften waren historisch gewachsen und wiesen unterschiedliche Sicherheitsniveaus auf. Damit fehlte eine konsistente Grundlage, um Standorte vergleichbar zu bewerten, Lücken zu priorisieren und Maßnahmen strukturiert umzusetzen.

Typische Herausforderungen waren:

    • unterschiedliche Ausprägungen baulicher und technischer Maßnahmen je Standort

    • uneinheitliche organisatorische Regelungen und Zuständigkeiten

    • fehlende Vergleichbarkeit zwischen IST-Stand und angestrebtem Sicherheitsniveau

    • begrenzte Transparenz für Management-Entscheidungen und Budgetplanung

Ziele für die Versorgungssicherheit

Der Versorger wollte die Versorgungssicherheit über alle Standorte hinweg messbar absichern und ein einheitliches Zielniveau für die physische Sicherheit definieren. Im Mittelpunkt stand nicht die reine Bestandsaufnahme, sondern die Entwicklung belastbarere Sicherheitsmaßnahmen und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten. Erwartet wurde eine Ableitung, welche Maßnahmen pro Liegenschaft erforderlich sind, wie sie priorisiert werden. Die Ergebnisse sollen so aufbereitet werden, dass Entscheidungen zu Budget, Zeitplan und Umsetzung faktenbasiert getroffen werden können. 

Unser Ziel war es, aus den Erhebungen eine konsistente Entscheidungsgrundlage zu entwickeln, die sowohl operative Umsetzbarkeit als auch strategische Steuerung ermöglicht. Dafür wurden die Ergebnisse in einen IST-SOLL-Abgleich überführt, Optimierungsmaßnahmen je Standort fachlich begründet und nach Wirkung, Risiko und Umsetzbarkeit priorisiert. So entstand ein pragmatischer Maßnahmenfahrplan, der die physische Sicherheit im Betrieb verankert und die Versorgungssicherheit langfristig stärkt.

Im Fokus standen:

Standortübergreifender IST-Stand

Für alle Liegenschaften wurde der IST-Stand der physischen Sicherheit strukturiert erhoben und in eine einheitliche Bewertungslogik überführt. Dadurch entstand ein belastbares Gesamtbild über Schutzmaßnahmen, Reifegrad und Umsetzbarkeit je Standort. Die Versorgungssicherheit profitierte vor allem von der Vergleichbarkeit und Transparenz über alle Liegenschaften hinweg.

SOLL-Standard für Versorgungssicherheit

Auf Basis der Anforderungen des Versorgers wurde ein Soll-Zielbild definiert, das als Referenzstandard für alle Standorte dient. Dieser SOLL-Standard beschreibt, welches Schutzniveau für eine wirksame physische Sicherheit erforderlich ist und welche Mindestanforderungen standortübergreifend gelten sollen. So wurde Versorgungssicherheit nicht als Einzelmaßnahme, sondern als konsistenter Standard verankert.

Maßnahmen priorisieren

Aus dem IST-SOLL-Abgleich wurden pro Liegenschaft konkrete Optimierungsmaßnahmen abgeleitet und priorisiert. Die Priorisierung orientierte sich an Risiko, Wirksamkeit und Umsetzbarkeit im Betrieb, damit Maßnahmen nicht nur „richtig“, sondern auch realistisch umsetzbar sind. So konnten Verbesserungen zielgerichtet geplant werden, ohne den laufenden Betrieb zu überlasten.

Managementtaugliche Entscheidungsgrundlage schaffen

Alle Ergebnisse wurden so aufbereitet, dass sie für das Management und die Budgetplanung nutzbar sind. Dazu gehören eine strukturierte Maßnahmenübersicht, fachliche Begründungen sowie eine klare Logik für Reihenfolge und Aufwand. Damit wurde die Versorgungssicherheit entscheidungsfähig gemacht. Besonderer Fokus lag auf Transparenz über Handlungsbedarf, Prioritäten und auf den nächsten Schritten.

Die wichtigsten Learnings unseres Kunden zusammengefasst

Im Austausch mit den Standortverantwortlichen und der Geschäftsführung wurde deutlich, welche Punkte aus Kundensicht den größten Unterschied machen, wenn Versorgungssicherheit über viele Liegenschaften hinweg zuverlässig abgesichert werden soll. Besonders wertvoll war für unseren Kunden, dass aus der Erhebung nicht nur „Befunde“, sondern eine klare Priorisierung und ein umsetzbarer Referenzstandard entstanden sind.

Unser Kunde hat dabei vor allem folgende Learnings hervorgehoben:

  • Versorgungssicherheit wird erst steuerbar, wenn ein einheitlicher SOLL-Standard als gemeinsame Referenz für alle Standorte festgelegt ist.

  • Unterschiede zwischen Liegenschaften lassen sich nur dann sinnvoll adressieren, wenn eine einheitliche Bewertungslogik Vergleichbarkeit schafft.

  • Physische Sicherheit braucht klare Verantwortlichkeiten und gelebte Prozesse, weil organisatorische Unschärfen an Schnittstellen sonst zu Sicherheitslücken führen.

  • Die Vor-Ort-Begehung ist entscheidend, weil sie zeigt, was im Betrieb tatsächlich funktioniert und wo Maßnahmen praktisch nicht greifen.

  • Eine priorisierte Maßnahmenliste hilft, Umsetzung realistisch zu planen und Investitionen auf die wirkungsvollsten Punkte zu fokussieren.

  • Managementgerechte Aufbereitung beschleunigt Entscheidungen, weil Handlungsbedarf, Nutzen und Aufwand nachvollziehbar sind.

So entstand aus Kundensicht nicht nur ein Überblick über den Status quo, sondern eine belastbare Grundlage, um Maßnahmen standortübergreifend umzusetzen und die Versorgungssicherheit nachhaltig weiterzuentwickeln.

Unsere Leistungen um Versorgungssicherheit zu entwickeln

Entwicklung und Abstimmung des standortweiten Fragebogens

Zu Beginn haben wir einen umfassenden Fragebogen entwickelt, der die physische Sicherheit je Liegenschaft einheitlich abfragt. Der Fokus lag auf baulichen, technischen, organisatorischen und personellen Maßnahmen, damit der IST-Stand standortübergreifend vergleichbar dokumentiert werden konnte und die Versorgungssicherheit als gemeinsamer Maßstab betrachtet wird.

Unterstützung bei der Erhebung und Konsolidierung der Standortdaten

Nach der Verteilung an die Verantwortlichen haben wir die Rückläufe strukturiert ausgewertet und zusammengeführt. Dadurch lagen vor den Begehungen belastbare Standortdaten vor, auf deren Basis sich Maßnahmen zur Versorgungssicherheit gezielt ableiten lassen.

Durchführung der Standortbegehungen durch Sicherheitsexperten

Alle Liegenschaften wurden einzeln vor Ort geprüft, um Wirksamkeit und Umsetzbarkeit vorhandener Maßnahmen im Betrieb realistisch zu bewerten. Besonderes Augenmerk lag auf Zugängen, Übergabepunkten und sensiblen Bereichen, die für die Versorgungssicherheit entscheidend sind.

IST-SOLL-Vergleich der physischen Sicherheit je Liegenschaft

Auf Basis der Erhebung und Begehungen haben wir den IST-Stand je Standort einem definierten Soll-Zielbild gegenübergestellt. Der IST-SOLL-Abgleich machte Abweichungen transparent und schuf einen einheitlichen Referenzrahmen für Versorgungssicherheit über alle Standorte hinweg.

Ableitung standortspezifischer Optimierungsmaßnahmen

Aus dem IST-SOLL-Abgleich wurden konkrete Optimierungsmaßnahmen pro Liegenschaft abgeleitet und priorisiert. Die Maßnahmen wurden so formuliert, dass sie im laufenden Betrieb umsetzbar sind und die Versorgungssicherheit dort stärken, wo der größte Effekt entsteht.

Strukturierte Ergebnisaufbereitung und Management-Präsentation

Die Ergebnisse wurden in einer strukturierten Tabelle und einem ausführlichen Bericht dokumentiert und anschließend der Geschäftsführung präsentiert. So erhielt der Kunde eine managementtaugliche Entscheidungsgrundlage, um Investitionen und Umsetzungsschritte für die Versorgungssicherheit nachvollziehbar zu steuern.

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