Eine Person in Warnschutzkleidung arbeitet an einem Metallzaun. Im Hintergrund ist eine technische Anlage zu sehen, die als Energieerzeuger dient.

Schutzzone für Betriebshöfe und Anlagen im ÖPNV

Eine Schutzzone macht sichtbar, welche Bereiche eines Standorts besonderen Schutz benötigen und welche Maßnahmen dafür angemessen sind. Für eine Abstellanlage im öffentlichen ÖPNV entwickelte die 3-core GmbH ein standortspezifisches Sicherheitskonzept mit IST-Aufnahme, Risikoanalyse, Soll-Zonenplan und priorisiertem Maßnahmenkatalog.

Ausgangslage: Betriebsfläche mit besonderem Schutzbedarf

Abstellanlagen sind betriebsrelevante Standorte. Sie verbinden Fahrzeuge, Gleisanlagen, technische Infrastruktur, Energieversorgung, Laufwege und angrenzende öffentliche Bereiche. Dadurch entstehen besondere Anforderungen an physische Sicherheit, Zutritt, Perimeter und Schutzwirkung.

Für den Betreiber stellte sich die Frage, ob die vorhandenen Schutzmaßnahmen zum tatsächlichen Schutzbedarf passen. Besonders relevant waren die Perimetersituation, Zugänge, Laufwege, angrenzende Bereiche sowie sensible technische Funktionen wie Stromversorgung, Technikräume und betriebliche Infrastruktur.

Die 3-core GmbH wurde beauftragt, den Standort strukturiert aufzunehmen, Schwachstellen zu bewerten und abzuleiten, wo eine Schutzzone fachlich begründet ist und welche Maßnahmen daraus folgen.

Eine Schutzzone ist ein abgegrenzter Sicherheitsbereich mit definiertem Schutzbedarf. Sie beschreibt nicht nur eine Fläche, sondern auch Anforderungen an Zutritt, Überwachung, Schutzwirkung, Organisation und Dokumentation.

Der Auftrag: Sicherheit dort planen, wo Risiko entsteht

Ziel des Projekts war es, aus der Bestandsaufnahme ein nachvollziehbares Sicherheitskonzept für den Standort zu entwickeln. Die Schutzzone sollte dabei nicht pauschal festgelegt werden, sondern aus Nutzung, Gefährdung, Schutzbedarf und vorhandenen Maßnahmen entstehen.

Im Mittelpunkt standen drei Aufgaben: Anforderungen aufnehmen, Schwachstellen analysieren und daraus einen Soll-Zonenplan mit konkreten Maßnahmen ableiten. Das Ergebnis sollte dem Betreiber zeigen, welche Bereiche besonders schutzbedürftig sind, wo Handlungsbedarf besteht und welche Prioritäten sich daraus ergeben.

Standortaufnahme: Anforderungen, Unterlagen und Begehung

Zu Beginn erhob das 3-core Team die sicherheitsrelevanten Anforderungen an den Standort. Dazu gehörten vorhandene Vorgaben, Objektinformationen, betriebliche Besonderheiten und regulatorische Rahmenbedingungen. Berücksichtigt wurden unter anderem Bauvorschriften, Brandschutz, KRITIS-Dachgesetz, DSGVO und Datenschutz.

Anschließend wurden vorhandene Unterlagen gesichtet und die Vor-Ort-Begehung vorbereitet. Dazu gehörte auch ein Interviewleitfaden, um die Aufnahme des Standorts strukturiert und vergleichbar durchzuführen.

Bei der Begehung betrachtete die 3-core GmbH insbesondere:

  • Perimeter und angrenzende Bereiche,
  • Zugänge und mögliche Zutrittspunkte,
  • Laufwege und Bewegungsflächen,
  • vorhandene Schutzmaßnahmen,
  • erkennbare Schwachstellen,
  • Gleisanlagen und technische Infrastruktur,
  • Stromversorgung und Technikräume,
  • besondere Risiken durch die Lage im Umfeld öffentlicher Verkehrsflächen.

So entstand ein realistisches Bild des IST-Zustands, nicht nur auf Grundlage von Dokumenten, sondern anhand der tatsächlichen Standortrealität. Damit konnte die spätere Schutzzone nachvollziehbar aus den örtlichen Gegebenheiten abgeleitet werden.

Risikoanalyse: Täterprofile, Schwachstellen und Angriffsszenarien

Auf Basis der IST-Aufnahme analysierte das 3-core Team mögliche Gefährdungen und Schwachstellen. Betrachtet wurden potenzielle Täterprofile, Angriffsszenarien sowie Sabotage-, Einbruchs-, Manipulations- und Zutrittsrisiken. Entscheidend war dabei nicht nur, ob eine Schwachstelle vorhanden ist. Bewertet wurde auch, welche Auswirkungen ein Ereignis auf Betrieb, Infrastruktur und Sicherheit haben kann. Daraus wurden Schutzbedarf, aktuelles Sicherheitsniveau und Handlungsbedarf abgeleitet.

Die Einstufung einer Schutzzone entsteht deshalb aus mehreren Faktoren: Nutzung des Bereichs, Erreichbarkeit, mögliche Täterhandlungen, betriebliche Bedeutung und vorhandene Schutzmaßnahmen.

Schutzbedarf beschreibt, wie schwerwiegend die Folgen eines Sicherheitsereignisses sein können. Je höher die möglichen Auswirkungen auf Betrieb, Menschen, Infrastruktur oder Daten sind, desto höher sind die Anforderungen an Schutzmaßnahmen.

Soll-Zonenplan: Vom IST-Zustand zur passenden Schutzstruktur

Auf Basis der Analyse entwickelte die 3-core GmbH einen standortspezifischen Soll-Zonenplan. Dieser orientierte sich an der bestehenden Richtlinie zur physischen Sicherheit und berücksichtigte die Besonderheiten der Abstellanlage.

Für jede Schutzzone wurde geprüft, welche Schutzwirkung erforderlich ist und welche Maßnahmen dazu passen. Allgemeine Betriebsflächen, zugangssensible Bereiche und besonders schutzbedürftige technische Funktionen konnten dadurch differenziert betrachtet werden.

Der IST-SOLL-Abgleich zeigte, wo vorhandene Maßnahmen bereits ausreichend waren und wo zusätzlicher Handlungsbedarf bestand.

Maßnahmenplan: Schutzwirkung und Umsetzbarkeit verbinden

Aus der Zonierung leitete die 3-core GmbH konkrete Maßnahmen zur Risikominimierung ab. Diese wurden nicht isoliert betrachtet, sondern nach Verhältnismäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Plausibilität, Umsetzbarkeit und Beitrag zum Schutzziel bewertet.

Eine Schutzzone ist nur dann wirksam, wenn bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen zusammenpassen. Dazu gehören je nach Bereich Anforderungen an Perimeter, Zugänge, Schutzwirkung, Detektion, organisatorische Regelungen und Dokumentation.

So entstand ein priorisierter Umsetzungsrahmen, der dem Betreiber zeigt, welche Maßnahmen kurzfristig sinnvoll sind und welche Themen mittelfristig weiterentwickelt werden sollten.

Ergebnisdokumentation: Risiken, Zonen und Prioritäten auf einen Blick

Alle Analyseergebnisse, Bewertungen und Handlungsempfehlungen wurden in einem Abschlussbericht zusammengeführt. Der Bericht enthielt eine Management Summary, die Beschreibung der Ausgangslage, die wesentlichen Risiken, die Zonierung, Sicherheitsbereiche und einen priorisierten Maßnahmenkatalog.

Zum Abschluss stellte die 3-core GmbH das Sicherheitskonzept den relevanten Stakeholdern vor. Prioritäten und Handlungsbedarfe wurden eingeordnet, Feedback aufgenommen und finale Anpassungen vorgenommen.

Ergebnis: Schutzlogik für den Standort

Am Ende erhielt der Betreiber ein standortspezifisches Sicherheitskonzept, das den aktuellen Zustand, die wesentlichen Gefährdungen und den Soll-Zustand nachvollziehbar verbindet.

Der Mehrwert lag darin, dass jede Schutzzone fachlich begründet und mit konkreten Anforderungen hinterlegt wurde. So entstand eine belastbare Grundlage für Entscheidungen: Welche Bereiche sind besonders schutzbedürftig? Welche Maßnahmen sind angemessen? Und welche Prioritäten ergeben sich aus Risiko, Schutzbedarf und Umsetzbarkeit?

Unsere Leistungen im Projekt

Anforderungsaufnahme und Dokumentensichtung

Die 3-core GmbH erhob sicherheitsrelevante Anforderungen, sichtete vorhandene Vorgaben und ordnete regulatorische sowie betriebliche Rahmenbedingungen ein.

Vor-Ort-Begehung und IST-Aufnahme

Das 3-core Team nahm Perimeter, Zugänge, Laufwege, angrenzende Bereiche, vorhandene Schutzmaßnahmen und erkennbare Schwachstellen vor Ort auf.

Gefährdungs- und Schwachstellenanalyse

Die 3-core GmbH analysierte Täterprofile, Angriffsszenarien sowie Sabotage-, Einbruchs-, Manipulations- und Zutrittsrisiken.

Soll-Zonenplan und Maßnahmenkatalog

Das 3-core Team entwickelte den Soll-Zonenplan, leitete konkrete Maßnahmen ab und priorisierte den Handlungsbedarf.

Abschlussbericht und Ergebnispräsentation

Die Ergebnisse wurden in einem Bericht zusammengeführt und den relevanten Stakeholdern vorgestellt. Prioritäten, Handlungsbedarfe und nächste Schritte wurden gemeinsam eingeordnet.